Betäubungscreme ist ein Arzneiwirkstoff auf der Haut und keine Pflegecreme. Es gibt einen Fall, in dem sie ausnahmslos tabu ist: eine bekannte Allergie gegen Lidocain, Prilocain oder verwandte Lokalanästhetika. Daneben gibt es Situationen, in denen Sie vorher mit Ärztin, Arzt oder Apotheke sprechen sollten. Dazu gehören bestimmte Blut- und Stoffwechselerkrankungen, einige Medikamente, Schwangerschaft und Stillzeit sowie verletzte oder entzündete Haut. Oft kommt das Risiko auch gar nicht von der Person, sondern von der Menge: zu große Fläche, zu dick aufgetragen, zu lange unter Folie. Hier lesen Sie, welche Gegenanzeigen in den offiziellen Fachinformationen stehen, was sie für Tattoo- und PMU-Termine bedeuten und wie Studios sie vor dem Termin sauber abfragen.
TL;DR
- Absolutes Tabu: eine bekannte Allergie gegen Lokalanästhetika vom Amidtyp (etwa Lidocain, Prilocain) oder gegen einen Hilfsstoff der Creme.
- Erst ärztlich klären: bei Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (G6PD-Mangel), angeborener Methämoglobinämie, Herzrhythmusmedikamenten, Antibiotika aus der Gruppe der Sulfonamide, in Schwangerschaft und Stillzeit.
- Nicht auftragen auf offene Wunden, entzündete oder frisch gereizte Haut, Schleimhäute und in die Nähe der Augen.
- Die Menge zählt: große Flächen, lange Einwirkzeiten unter Folie und „viel hilft viel“ erhöhen die Aufnahme ins Blut. Bei bläulichen Lippen, Atemnot, Kopfschmerz oder Verwirrtheit sofort den Notruf 112 wählen.
- Studios und PMU-Profis fragen das alles vor dem Termin ab und halten es schriftlich fest.
Inhaltsverzeichnis
- Was „Kontraindikation“ bei Betäubungscreme bedeutet
- Die eine absolute Gegenanzeige: Allergie gegen Lokalanästhetika
- Wann Sie vorher ärztlich klären sollten
- Hautstellen, an denen Betäubungscreme nichts verloren hat
- Die Dosis macht die Gegenanzeige
- Warnzeichen erkennen und richtig reagieren
- Checkliste für Studios und PMU-Profis
- Unsere Sicht: Betäubung ja, aber mit Respekt vor dem Wirkstoff
- Wenn nichts dagegen spricht: die passende Betäubung finden
- Häufige Fragen
- Quellen
Was „Kontraindikation“ bei Betäubungscreme bedeutet
Eine Kontraindikation, auf Deutsch Gegenanzeige, ist ein Umstand, unter dem ein Mittel nicht verwendet werden darf. In den Fachinformationen von Arzneimitteln steht sie immer in Abschnitt 4.3. Direkt danach folgt Abschnitt 4.4 mit den „besonderen Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen“. Diese Unterscheidung ist auch für Ihren Tattoo-Termin wichtig:
- Absolute Gegenanzeige: Hier gibt es keine Abwägung. Die Creme wird nicht verwendet, egal wie klein die Stelle ist.
- Relative Gegenanzeige oder Vorsichtsmaßnahme: Die Anwendung kann möglich sein, aber nur nach Rücksprache mit Ärztin, Arzt oder Apotheke und oft mit kleinerer Fläche oder kürzerer Einwirkzeit.
Viele Menschen halten Betäubungscremes für harmlose Kosmetik, weil man sie leicht bekommt. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft hat im Deutschen Ärzteblatt genau vor diesem Irrtum gewarnt. Sie verweist darauf, dass solche Cremes häufig von Menschen ohne medizinische Ausbildung angewendet werden. Wer im Studio arbeitet oder sich selbst vor dem Termin eincremt, sollte die Gegenanzeigen deshalb so ernst nehmen wie bei jedem anderen Arzneimittel.
Ein praktischer Hinweis vorab: Gegenanzeigen hängen vom Wirkstoff ab. Tattoo-Betäubungscremes enthalten je nach Produkt unterschiedliche Wirkstoffe und Kombinationen. Lesen Sie deshalb immer zuerst die Inhaltsstoffangabe auf der Packung, bevor Sie diesen Artikel auf Ihr Produkt übertragen.
Die eine absolute Gegenanzeige: Allergie gegen Lokalanästhetika
Die Fachinformationen sind hier eindeutig. Für Cremes mit Lidocain und Prilocain nennt die Fachinformation einer Lidocain-Prilocain-Creme als Gegenanzeige eine Überempfindlichkeit gegen Lidocain und/oder Prilocain, gegen Lokalanästhetika vom Amidtyp oder gegen einen der sonstigen Bestandteile. Für reine Lidocain-Cremes steht dasselbe Muster in der Fachinformation einer 4-%-Lidocain-Creme: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, gegen andere Amid-Lokalanästhetika oder gegen die Hilfsstoffe.
Wie ernst das ist, zeigt die Bewertung der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA: Es wurden seltene allergische Reaktionen dokumentiert, bis hin zum anaphylaktischen Schock.
Woran Sie eine solche Allergie erkennen
Die meisten Menschen wissen von ihrer Allergie, weil sie bei Zahnarzt oder Hautarzt schon einmal reagiert haben. Typische Hinweise aus der Vergangenheit:
- Ausschlag, Quaddeln oder starke Rötung nach einer örtlichen Betäubung
- Schwellungen im Gesicht, an Lippen oder Zunge
- Atemnot oder Kreislaufprobleme nach einer Spritze beim Zahnarzt
- ein Allergiepass, in dem ein Lokalanästhetikum eingetragen ist
Wenn einer dieser Punkte zutrifft, verzichten Sie auf Betäubungscreme, bis eine Allergologin oder ein Allergologe geklärt hat, welche Stoffe Sie vertragen. Auch ein „kleiner Test“ an der Armbeuge ersetzt diese Abklärung nicht. Eine schwere Reaktion kann auch bei kleinen Mengen auftreten.
Amid oder Ester: warum der Wirkstoff zählt
Lokalanästhetika werden chemisch in zwei Gruppen eingeteilt: Amide (zum Beispiel Lidocain und Prilocain) und Ester (zum Beispiel Tetracain oder Benzocain). Wer auf ein Amid allergisch ist, reagiert meist nicht automatisch auf ein Ester und umgekehrt. Ob ein Wechsel für Sie sicher ist, entscheidet aber nicht das Studio, sondern die Allergologin oder der Allergologe nach einem Test. Bringen Sie dafür die Packung oder ein Foto der Inhaltsstoffliste mit.
Wann Sie vorher ärztlich klären sollten
Diese Situationen sind keine automatischen Verbote. Sie sind aber Gründe, nicht auf eigene Faust zu cremen. Die Tabelle fasst zusammen, was dahintersteckt und was Sie konkret tun.
| Situation | Warum sie zählt | Was Sie tun |
|---|---|---|
| G6PD-Mangel | Erhöhtes Risiko für Methämoglobinämie bei prilocainhaltigen Cremes | Vor dem Termin hausärztlich klären, prilocainhaltige Produkte meiden, bis das geklärt ist |
| Angeborene oder idiopathische Methämoglobinämie | Das Blut transportiert schon weniger Sauerstoff | Keine Creme ohne ärztliche Freigabe |
| Einnahme von Sulfonamiden und anderen Met-Hb-bildenden Mitteln | Das Risiko addiert sich | Apotheke oder Arzt fragen, Termin eventuell verschieben |
| Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen | Lokalanästhetika wirken ebenfalls auf die Erregungsleitung | Mit der behandelnden Kardiologin oder dem Kardiologen sprechen |
| Schwangerschaft und Stillzeit | Wirkstoffe können in den Kreislauf gelangen | Frauenärztin oder Frauenarzt fragen, große Flächen meiden |
| Schwere Leber- oder Nierenerkrankung | Der Körper baut Wirkstoffe eventuell langsamer ab | Ärztlich klären, nur kleine Flächen |
| Kinder und Säuglinge | Höhere Empfindlichkeit für Methämoglobinämie | Für Tattoo und PMU ohnehin nicht relevant, im Haushalt sicher aufbewahren |
G6PD-Mangel und Methämoglobinämie
Der G6PD-Mangel ist eine erbliche Stoffwechselstörung der roten Blutkörperchen. Die Fachinformation einer Lidocain-Prilocain-Creme führt diese Erkrankung ausdrücklich unter den Warnhinweisen auf. Hintergrund ist das Prilocain: Es kann den roten Blutfarbstoff zu Methämoglobin umwandeln. Methämoglobin kann keinen Sauerstoff transportieren. Wer ohnehin eine Störung in diesem System hat, ist deutlich empfindlicher.

Medikamente, die das Risiko erhöhen
Der arznei-telegramm-Bericht zu Methämoglobinämie nach Betäubungscreme beschreibt, dass sich das Risiko verstärkt, wenn gleichzeitig andere Methämoglobin-bildende Mittel wie Sulfonamide eingenommen werden. Sulfonamide stecken zum Beispiel in manchen Antibiotika gegen Harnwegsinfekte. Nehmen Sie gerade ein Antibiotikum, fragen Sie in der Apotheke nach. Oft ist es ohnehin klüger, das Tattoo zu verschieben, bis die Infektion vorbei ist.
Auch wer Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen nimmt, sollte vor jeder Anwendung eines Lokalanästhetikums mit dem behandelnden Arzt sprechen. Das gilt auch für Cremes, nicht nur für Spritzen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Viele Studios tätowieren in der Schwangerschaft ohnehin nicht, und PMU-Behandlungen werden in dieser Zeit häufig verschoben. Wenn Sie trotzdem eine kosmetische Behandlung planen, gehört die Frage nach der Betäubung zur Frauenärztin oder zum Frauenarzt. Das ist keine Pauschalwarnung, sondern eine Abwägung, die nur jemand treffen kann, der Ihre Schwangerschaft kennt.
Kinder und Säuglinge
Für Tattoos spielt das keine Rolle, aber für den Haushalt schon. Das Deutsche Ärzteblatt erklärt, dass fetaler Blutfarbstoff leichter zu Methämoglobin oxidiert wird als der von Erwachsenen. Außerdem sind die Schutzmechanismen bei Säuglingen in den ersten Lebensmonaten noch nicht ausgereift. Bewahren Sie Betäubungscreme deshalb immer außer Reichweite von Kindern auf.
Hautstellen, an denen Betäubungscreme nichts verloren hat
Nicht nur die Person, auch die Hautstelle kann eine Gegenanzeige sein. Verletzte Haut nimmt Wirkstoffe viel schneller auf als intakte Haut.
- Offene Wunden, Schürfwunden, frische Narben: Hier gelangt der Wirkstoff fast ungebremst ins Gewebe. Ein Tattoo auf solchen Stellen ist ohnehin keine gute Idee.
- Entzündete, nässende oder ekzematöse Haut: Neurodermitis-Schübe, Sonnenbrand oder frische Rasurreizungen erhöhen die Aufnahme und das Risiko für Reizungen.
- Augen und Augennähe: Die Fachinformation der 4-%-Lidocain-Creme schreibt ausdrücklich, dass die Creme nur äußerlich angewendet und der Kontakt mit den Augen vermieden werden soll. Bei Augenbrauen-PMU und Lidstrich heißt das: sehr sparsam arbeiten und nie in Richtung Lidrand.
- Schleimhäute: Lippenrot und Schleimhaut nehmen Wirkstoffe schneller auf. Bei Lippen-PMU ist deshalb weniger Menge und eine genau eingehaltene Einwirkzeit besonders wichtig.
- Akne und unreine Haut: Entzündete Pickel sind kleine offene Stellen. Wie Sie damit umgehen, lesen Sie in unserem Beitrag zur Betäubungscreme bei Aknehaut.
Die Dosis macht die Gegenanzeige
Die meisten ernsten Zwischenfälle mit Betäubungscremes hatten nichts mit einer seltenen Vorerkrankung zu tun. Ursache war die Menge. Die spanische Arzneimittelbehörde AEMPS warnte laut arznei-telegramm vor schwerer Methämoglobinämie nach der Anwendung großer Mengen einer Lidocain-Prilocain-Creme. Das Ärzteblatt nennt für Kinder streng begrenzte Flächen und Zeiten, zum Teil nur wenige Quadratzentimeter. Eine großflächige Rücken- oder Oberschenkelfläche bei einem Tattoo liegt weit über solchen Größenordnungen.
Drei Faktoren treiben die Aufnahme ins Blut:
- Fläche: Je größer die eingecremte Fläche, desto mehr Wirkstoff gelangt in den Kreislauf. Bei einem großen Projekt lieber in Abschnitten arbeiten, statt den ganzen Rücken auf einmal zu betäuben.
- Abdeckung: Frischhaltefolie verstärkt die Wirkung, weil sie die Haut aufweicht. Gleichzeitig steigt die Aufnahme. Halten Sie die Einwirkzeit ein, die auf der Packung steht.
- Zeit: Länger ist nicht besser. Die Betäubung wird ab einem Punkt nicht mehr tiefer, aber die Belastung steigt weiter.
Wie Sie die Creme richtig dosieren und abdecken, zeigen wir Schritt für Schritt in der Anleitung Betäubungscreme vor dem Tattoo richtig auftragen. Wie lange die Wirkung danach anhält und wie Sie lange Sitzungen planen, steht im Beitrag zur Wirkdauer von Betäubungscreme.
Warnzeichen erkennen und richtig reagieren
Die Symptome einer Methämoglobinämie setzen laut arznei-telegramm oft verzögert ein und werden leicht mit anderen Ursachen verwechselt, etwa mit Aufregung oder Kreislaufschwäche beim Tätowieren. Achten Sie während und nach der Sitzung auf:
- bläuliche oder graue Verfärbung von Lippen, Fingernägeln oder Haut
- Kopfschmerzen, ungewöhnliche Müdigkeit, Schwindel
- Verwirrtheit oder Benommenheit
- Atemnot oder Herzrasen
Bei einer allergischen Reaktion kommen Ausschlag, Schwellungen im Gesicht und Atemnot hinzu.
So reagieren Sie: Creme sofort mit Wasser und Seife abwaschen, die Sitzung abbrechen und bei Atemnot, Bewusstseinsstörung oder blauen Lippen den Notruf 112 wählen. Sagen Sie dem Rettungsdienst, welche Creme auf welcher Fläche wie lange eingewirkt hat, und geben Sie die Packung mit.
Ein Detail ist für Studios wichtig, die ein Pulsoximeter im Erste-Hilfe-Koffer haben. Laut Fachinformation kann ein normales Pulsoximeter bei Methämoglobinämie die Sauerstoffsättigung überschätzen. Ein guter Messwert ist also keine Entwarnung, wenn die Symptome dagegen sprechen.
Welche Nebenwirkungen harmlos sind und welche nicht, etwa Blässe oder leichte Rötung, erklären wir im Beitrag Betäubungscreme Nebenwirkungen.
Checkliste für Studios und PMU-Profis
Eine gute Anamnese dauert zwei Minuten und schützt Kundin, Kunde und Studio. Diese Fragen gehören vor jedem Termin mit Betäubung auf den Einverständnisbogen:
- Hatten Sie schon einmal eine allergische Reaktion auf eine örtliche Betäubung, zum Beispiel beim Zahnarzt?
- Haben Sie einen G6PD-Mangel, eine Bluterkrankung oder eine bekannte Methämoglobinämie?
- Nehmen Sie aktuell Medikamente, besonders Antibiotika, Herzmedikamente oder Mittel gegen Herzrhythmusstörungen?
- Sind Sie schwanger oder stillen Sie?
- Haben Sie eine schwere Leber- oder Nierenerkrankung?
- Ist die Haut an der Stelle verletzt, entzündet, sonnenverbrannt oder frisch rasiert und gereizt?
- Wie groß ist die Fläche, und lässt sie sich in Abschnitte teilen?
Schreiben Sie außerdem auf, welches Produkt, welche Menge und welche Einwirkzeit verwendet wurde. Wenn etwas passiert, hat der Rettungsdienst so sofort die Informationen, die er braucht. Wie Betäubungsmittel in den Hygieneplan des Studios passen, beschreibt unser Praxisleitfaden zu Hygiene und Betäubungsmitteln im Tätowierstudio.
Unsere Sicht: Betäubung ja, aber mit Respekt vor dem Wirkstoff
Wir verkaufen Betäubungscremes, Sprays und Gels an Menschen, die sich tätowieren lassen, und an Studios und PMU-Spezialisten, die damit täglich arbeiten. Genau deshalb sagen wir so deutlich: Eine Betäubungscreme ist kein Lifestyle-Produkt, das man großzügig verteilt. Sie ist ein wirksames Mittel, und Wirkung hat immer zwei Seiten.

Die meisten Probleme, von denen wir hören, entstehen nicht durch ein schlechtes Produkt. Sie entstehen durch „Ich nehme lieber etwas mehr“ oder durch eine ausgelassene Frage im Vorgespräch. Deshalb erklären wir die Anwendung zu jedem Produkt ausführlich und schreiben Beiträge wie diesen. Wer weiß, wann er verzichten muss, kann in allen anderen Fällen entspannt und gut betäubt in die Sitzung gehen.
Unser Rat an Studios: Machen Sie die Anamnese zur Routine und nicht zur Ausnahme. Unser Rat an Kundinnen und Kunden: Seien Sie im Vorgespräch ehrlich, auch bei Medikamenten, die Ihnen unwichtig erscheinen. Und wenn Sie unsicher sind, ob eine Gegenanzeige auf Sie zutrifft, ist die Apotheke um die Ecke die schnellste Anlaufstelle.
— mamradkerky
Wenn nichts dagegen spricht: die passende Betäubung finden
Trifft keine der Gegenanzeigen auf Sie zu, finden Sie in unserem Sortiment an TKTX Betäubungscremes, Sprays und Gels die passende Stärke für Ihren Termin. Zur Auswahl stehen zum Beispiel die Rote TKTX Betäubungscreme 40 % und die Goldene TKTX 80 % Premium. Das TKTX Betäubungsspray und das TKTX Betäubungsgel gibt es ab 17,90 €. Für die Zeit danach unterstützt die Natürliche Tattoo Butter für 9,90 € die Pflege der Haut. Die wasserbasierte Formel unserer Cremes beeinträchtigt die Heilung des Tattoos nicht.
Wir garantieren 100 % Originalprodukte und liefern in der Regel in 2 bis 3 Werktagen, ab 49 € versandkostenfrei. Ist Ihr Termin bald, bringt die Bevorzugte Bestellbearbeitung für 3 € Ihre Bestellung schneller auf den Weg. Welche Cremetypen es gibt und wofür sie sich eignen, erklärt unser Überblick Arten von Betäubungscremes für Tätowierer.
Häufige Fragen
Darf ich Betäubungscreme verwenden, wenn ich beim Zahnarzt schon einmal schlecht auf die Spritze reagiert habe?
Nicht ohne Abklärung. Viele Reaktionen beim Zahnarzt sind Kreislaufreaktionen aus Angst oder Folgen des gefäßverengenden Zusatzes und keine Allergie, aber das muss eine Ärztin oder ein Arzt unterscheiden. Bis das geklärt ist, verzichten Sie auf Betäubungscreme.
Kann ich Betäubungscreme nehmen, während ich Antibiotika einnehme?
Das hängt vom Antibiotikum ab. Sulfonamide können zusammen mit prilocainhaltigen Cremes das Risiko einer Methämoglobinämie erhöhen. Fragen Sie in der Apotheke nach Ihrem konkreten Präparat. Oft ist es ohnehin sinnvoll, den Tattoo-Termin bis nach der Infektion zu verschieben.
Ist eine dünnere Schicht auf großer Fläche sicherer als eine dicke auf kleiner?
Nicht unbedingt. Entscheidend ist die Gesamtmenge, die Ihr Körper aufnimmt, und die hängt stark von der Fläche und der Einwirkzeit ab. Bei großen Projekten ist es sicherer, abschnittsweise zu betäuben, statt alles auf einmal einzucremen.
Darf ich nach dem Tätowieren Betäubungscreme auf die frische Wunde geben?
Nein. Ein frisches Tattoo ist eine offene Wunde, und auf verletzter Haut wird der Wirkstoff viel stärker aufgenommen. Für die Zeit nach der Sitzung sind Pflegeprodukte gedacht, keine Betäubung.
Wer entscheidet im Studio, ob Betäubungscreme verwendet wird?
Die Kundin oder der Kunde entscheidet über den eigenen Körper, das Studio über die eigene Arbeit. Wenn im Vorgespräch eine Gegenanzeige auftaucht, sollte das Studio die Betäubung ablehnen, bis eine ärztliche Freigabe vorliegt. Eine schriftliche Anamnese schützt dabei beide Seiten.
Quellen
- EMA: Fragen und Antworten zur Harmonisierung von Lidocain-Prilocain-Cremes
- Deutsches Ärzteblatt: AkdÄ zu Methämoglobinämie durch Lokalanästhetika-Creme
- arznei-telegramm: Methämoglobinämie nach Lokalanästhetika-Creme
- Fachinformation Lidocain/Prilocain 25 mg/g + 25 mg/g Creme (info-patient.de)
- Fachinformation einer Lidocain-Prilocain-Creme 5 % (emc)
- Fachinformation einer Lidocain-Creme 4 % (emc)
