Betäubungscremes für PMU und Microblading sind topische Lokalanästhetika, die Schmerzsignale in der Haut blockieren, bevor ein Pigmentierungsverfahren beginnt. Der Unterschied zwischen beiden liegt nicht nur im Namen, sondern in der Zusammensetzung, der Einwirkzeit und der Wirktiefe, die jeweils auf die spezifische Technik abgestimmt sein müssen. Beim Microblading arbeitet der Behandler manuell mit einer Klinge, beim PMU maschinell mit einer Nadel, die tiefer in die Haut eindringt. Diese technischen Unterschiede bestimmen, welche Betäubungscreme wirklich passt. Wer beim pmu betäubungscreme microblading unterschied den Überblick behält, trifft bessere Entscheidungen für ein angenehmes Behandlungsergebnis.
Welche Unterschiede gibt es bei Wirkstoffen und Wirkweise?
PMU-Betäubungscremes enthalten typischerweise höhere Konzentrationen von Lidocain, oft kombiniert mit Prilocain oder Benzocain, um eine tiefere und länger anhaltende Betäubung zu erzielen. Das ist nötig, weil die PMU-Maschine die Haut mehrfach und tiefer perforiert als eine Microblading-Klinge. Microblading-Betäubungscremes setzen dagegen häufig auf Lidocain allein oder in niedrigerer Konzentration, da die manuelle Technik weniger Tiefe erreicht und die Haut anders belastet.

Ein weiterer Unterschied betrifft die Trägerstoffe. PMU-Cremes sind oft wasserbasiert und ziehen schneller ein, was bei maschinellen Behandlungen praktisch ist. Microblading-Cremes enthalten manchmal fettigere Trägerstoffe, die die Haut geschmeidiger halten. Das klingt nach einem Detail, hat aber Folgen: Zu viel Fett auf der Haut kann die Pigmentaufnahme beim Microblading direkt beeinflussen.
Die Wirkdauer unterscheidet sich ebenfalls. PMU-Betäubungscremes sind auf längere Sitzungen ausgelegt, da maschinelle Behandlungen mehr Zeit in Anspruch nehmen können. Microblading dauert in der Regel kürzer, weshalb eine kürzere Wirkdauer oft ausreicht. Wer eine Kombibrows-Behandlung plant, also Microblading plus maschinelle Schattierung, braucht eine Creme, die beide Techniken abdeckt.
- Lidocain ist der häufigste Wirkstoff in beiden Cremetypen, wirkt aber je nach Konzentration unterschiedlich stark.
- Prilocain verstärkt die Betäubungstiefe und findet sich öfter in PMU-Produkten.
- Benzocain wirkt schnell, aber kürzer, und eignet sich für kurze Microblading-Sitzungen.
- Trägerstoffe beeinflussen, wie gut Pigment in die Haut einzieht, besonders beim manuellen Verfahren.
Profi-Tipp: Lies die Inhaltsliste deiner Betäubungscreme genau. Produkte mit mehr als 5 % Lidocain sind für PMU gedacht. Für Microblading reichen oft 4 % aus, ohne die Pigmentaufnahme zu gefährden.
Wie unterscheiden sich Anwendung und Einwirkzeit bei beiden Verfahren?

Die Einwirkzeit von 30–45 Minuten gilt als Standard für beide Verfahren, aber die Art der Vorbereitung unterscheidet sich. Beim PMU wird die Creme auf intakter Haut aufgetragen und mit Frischhaltefolie abgedeckt, damit die Wärme die Aufnahme beschleunigt. Beim Microblading ist dasselbe Vorgehen üblich, aber der Behandler muss die Haut danach gründlicher reinigen, weil Fettrückstände die Klinge beeinflussen können.
Profis nutzen beim Microblading zusätzlich eine sogenannte Sekundäranästhesie: Nach dem ersten Schnitt wird eine zweite, dünnflüssigere Betäubungslösung direkt auf die geöffnete Haut aufgetragen. Das verlängert die Wirkung während der Sitzung erheblich. Beim PMU ist diese Technik ebenfalls möglich, aber weniger verbreitet, weil die Maschine gleichmäßiger arbeitet und weniger Nachbetäubung erfordert.
- Haut reinigen und entfetten, bevor die Creme aufgetragen wird.
- Creme großzügig und gleichmäßig auf die Behandlungszone auftragen.
- Mit Frischhaltefolie abdecken und 30–45 Minuten einwirken lassen.
- Creme vollständig entfernen und Haut erneut reinigen.
- Bei Microblading: Sekundäranästhesie nach dem ersten Schnitt einplanen.
Profi-Tipp: Beim Microblading die Haut nach dem Entfernen der Creme mit einem feuchten, nicht fettigen Tuch abwischen. Fettrückstände lassen die Klinge rutschen und beeinträchtigen die Linienqualität.
Die Schmerzwahrnehmung ist bei beiden Verfahren mit guter Betäubung ähnlich gering. Wer mehr über die Druckpunkt-Technik wissen möchte, findet dort praktische Hinweise zur Verstärkung der Betäubungswirkung.
Wie beeinflussen Hauttyp und Behandlungstechnik die Wahl der Creme?
Microblading eignet sich besonders für normale bis trockene Haut, während maschinelles PMU bei fettiger oder reifer Haut bessere Ergebnisse liefert. Diese Empfehlung gilt auch für die Betäubungscreme: Wer trockene Haut hat, verträgt fettigere Cremeformulierungen besser. Wer zu Fettigkeit neigt, sollte eine wasserbasierte Creme wählen.
Empfindliche Haut reagiert manchmal auf Prilocain mit leichter Rötung oder Schwellung. In solchen Fällen ist eine Creme mit reinem Lidocain die sicherere Wahl. Ein Patch-Test 24 Stunden vor der Behandlung ist bei empfindlicher Haut keine Vorsichtsmaßnahme, sondern Pflicht.
| Hauttyp | Empfohlene Cremeform | Geeignetes Verfahren |
|---|---|---|
| Trocken | Fettige Basis, Lidocain 4 % | Microblading |
| Fettig | Wasserbasiert, Lidocain 5 % | PMU maschinell |
| Empfindlich | Reines Lidocain, kein Prilocain | Beide, mit Patch-Test |
| Reif/dünn | Wasserbasiert, niedrige Konzentration | PMU maschinell |
- Kombibrows erfordern eine Creme, die sowohl für manuelle als auch maschinelle Technik geeignet ist. Eine wasserbasierte Formulierung mit Lidocain 4–5 % ist hier die sicherste Wahl.
- Lippen-PMU braucht eine stärkere Betäubung, weil die Lippenhaut dichter innerviert ist. Hier sind Produkte mit Prilocain-Zusatz sinnvoll.
- Lidstrich-PMU erfordert besondere Vorsicht: Cremes dürfen nicht in die Augen gelangen. Nur speziell für diesen Bereich zugelassene Produkte verwenden.
Wer sich für Augenbrauen-Verlängerung oder Verdichtung interessiert, sollte auch die Betäubungsstrategie an die gewählte Technik anpassen, da unterschiedliche Verfahren unterschiedliche Anforderungen an die Creme stellen.
Was sind häufige Fehler bei der Anwendung von Betäubungscremes?
Zu kurze Einwirkzeiten sind der häufigste Fehler. Wer die Creme nur 15 Minuten einwirken lässt, erreicht keine ausreichende Betäubungstiefe. Das Ergebnis ist eine unangenehme Behandlung und oft auch ein schlechteres Pigmentergebnis, weil der Körper durch Schmerz Stresshormone ausschüttet, die die Hautdurchblutung verändern.
Übermäßige Betäubung kann die Pigmentaufnahme beim Microblading beeinträchtigen. Das passiert, wenn die Creme zu dick aufgetragen wird oder zu lange einwirkt. Die Haut wird dann zu weich und nimmt Pigment ungleichmäßig auf. Mehr ist hier definitiv nicht besser.
- Falsche Konzentration: Eine PMU-Creme mit 5 % Lidocain beim Microblading einzusetzen, kann die Haut übermäßig entspannen und die Linienqualität verschlechtern.
- Keine Hautreinigung: Wer die Creme nicht vollständig entfernt, riskiert Fettrückstände, die das Pigment abstoßen.
- Wiederholte Anwendung ohne Pause: Mehrfaches Auftragen in kurzer Zeit erhöht das Risiko von Hautreizungen und systemischer Aufnahme des Wirkstoffs.
- Ungeeignete Produkte: Cremes, die nicht für den Gesichtsbereich zugelassen sind, können Allergien oder Verätzungen verursachen.
Wer mehr über typische Fehler im PMU-Bereich erfahren möchte, findet dort eine detaillierte Übersicht mit Praxisbeispielen. Die Qualität des Ergebnisses hängt eben nicht nur vom Produkt ab, sondern von der korrekten Anwendung.
Wie beeinflusst die Betäubungscreme das Schmerzempfinden?
Professionell aufgetragene Betäubungscremes senken den Schmerzscore auf 2–4 von 10. Das bedeutet: Die meisten Menschen spüren während der Behandlung ein leichtes Kratzen oder Ziehen, aber keinen echten Schmerz. Dieser Wert gilt für beide Verfahren, wenn die Creme korrekt und rechtzeitig aufgetragen wird.
Das subjektive Schmerzempfinden wird vor der ersten Behandlung fast immer überschätzt. Moderne Betäubungscremes machen die Behandlung meist als leichtes Vibrieren oder Kratzen wahrnehmbar, nicht als Schmerz. Wer schon einmal eine Augenbrauen-Behandlung hinter sich hat, bestätigt das in der Regel.
„Das Schmerzempfinden bei PMU und Microblading ist mit guter Betäubung deutlich geringer als erwartet. Die meisten Klienten beschreiben die Empfindung als leichtes Kratzen, nicht als Schmerz. Wer Angst vor dem Eingriff hat, sollte wissen: Die Betäubungscreme macht den entscheidenden Unterschied zwischen einer unangenehmen und einer entspannten Behandlung."
Beim manuellen Microblading empfinden manche Menschen den Druck der Klinge stärker als das Kratzen selbst. Beim maschinellen PMU ist das Vibrieren der Nadel das dominante Gefühl. Beide Empfindungen lassen sich mit der richtigen Betäubung gut kontrollieren. Die Erfahrung des Behandlers spielt dabei eine größere Rolle als das Produkt allein.
Wichtige Erkenntnisse
Die richtige Betäubungscreme für PMU oder Microblading zu wählen bedeutet, Wirkstoff, Konzentration, Hauttyp und Technik aufeinander abzustimmen, denn nur dann ist eine schmerzarme und pigmentstarke Behandlung möglich.
| Thema | Details |
|---|---|
| Wirkstoffunterschiede | PMU-Cremes enthalten oft Lidocain plus Prilocain; Microblading kommt meist mit reinem Lidocain aus. |
| Einwirkzeit | 30–45 Minuten sind der Standard; zu kurze Einwirkzeit führt zu unzureichender Betäubung. |
| Hauttyp und Creme | Fettige Haut braucht wasserbasierte Cremes; trockene Haut verträgt fettigere Formulierungen besser. |
| Häufige Fehler | Zu dickes Auftragen oder falsche Konzentration beeinträchtigt die Pigmentaufnahme beim Microblading. |
| Schmerzempfinden | Mit korrekter Betäubung liegt der Schmerzscore typischerweise bei 2–4 von 10. |
Meine Einschätzung nach Jahren mit Betäubungscremes im PMU-Bereich
Ich habe viele Klienten erlebt, die mit einer falschen Creme zur Behandlung gekommen sind, weil sie online einfach das erstbeste Produkt bestellt haben. Der häufigste Irrtum: Sie dachten, eine stärkere Creme sei immer besser. Das stimmt nicht. Beim Microblading kann eine zu starke Betäubung die Haut so weich machen, dass die Klinge nicht sauber zieht. Das Ergebnis sind unscharfe Linien, die nach der Heilung enttäuschen.
Was ich wirklich empfehle: Sprich vor der Behandlung mit deinem Behandler über die Creme. Nicht jeder Behandler arbeitet mit denselben Produkten, und das ist auch gut so. Die Abstimmung zwischen Technik, Hauttyp und Betäubungsmittel ist das, was den Unterschied macht. Ein erfahrener Behandler weiß, welche Konzentration für welche Zone passt.
Und noch etwas: Die Nachsorge wird oft vergessen. Direkt nach der Behandlung erscheinen pigmentierte Bereiche deutlich dunkler, bis zu 30–50 % intensiver, bevor sie sich nach 7–14 Tagen normalisieren. Das hat nichts mit der Betäubungscreme zu tun, aber viele Klienten erschrecken sich unnötig. Wer das weiß, bleibt ruhig.
— mamradkerky
Tktx-official Betäubungscremes für PMU und Microblading
Tktx-official bietet Betäubungscremes, die speziell für kosmetische Verfahren wie PMU und Microblading entwickelt worden sind. Die rote TKTX Betäubungscreme 40 % eignet sich für beide Verfahren und liefert zuverlässige Schmerzreduktion bei unterschiedlichen Hauttypen. Wer eine stärkere Wirkung braucht, findet mit der goldenen TKTX 80 % Premium eine Option für besonders schmerzempfindliche Klienten.

Das Sortiment von Tktx-official umfasst Cremes in verschiedenen Konzentrationen, sodass du die Stärke an deine Behandlung und deinen Hauttyp anpassen kannst. Alle Produkte sind für den Einsatz im Gesichtsbereich geeignet und klar beschriftet. Wer unsicher ist, welche Creme zu seiner Behandlung passt, findet auf der Website von Tktx-official detaillierte Produktbeschreibungen und Anwendungshinweise.
FAQ
Was ist der Hauptunterschied zwischen PMU und Microblading Betäubungscreme?
PMU-Betäubungscremes enthalten oft höhere Wirkstoffkonzentrationen und Kombinationen wie Lidocain plus Prilocain, weil die Maschine tiefer in die Haut eindringt. Microblading-Cremes sind meist milder formuliert, um die Pigmentaufnahme bei der manuellen Technik nicht zu stören.
Wie lange muss eine Betäubungscreme vor Microblading einwirken?
Die Standard-Einwirkzeit beträgt 30–45 Minuten, abgedeckt mit Frischhaltefolie. Kürzere Einwirkzeiten reichen für eine ausreichende Betäubungstiefe nicht aus.
Kann eine falsche Betäubungscreme das Microblading-Ergebnis verschlechtern?
Ja. Zu starke oder falsch aufgetragene Cremes machen die Haut zu weich, was die Linienqualität beim Microblading beeinträchtigt und die Pigmentaufnahme stört.
Welche Betäubungscreme eignet sich für empfindliche Haut?
Für empfindliche Haut empfiehlt sich eine Creme mit reinem Lidocain ohne Prilocain-Zusatz. Ein Patch-Test 24 Stunden vor der Behandlung ist bei empfindlicher Haut unbedingt ratsam.
Wie stark sind die Schmerzen bei PMU und Microblading mit Betäubung?
Mit korrekt aufgetragener Betäubungscreme liegt das Schmerzniveau bei 2–4 von 10. Die meisten Klienten beschreiben die Empfindung als leichtes Kratzen oder Ziehen, nicht als echten Schmerz.
